Karin und Kermit

Hinweis: Alle unsere Tiere werden nur in artgerechte Haltung vermittelt. Das bedeutet bei diesen beiden

  • mindestens: 3 Tiere (Karin) / Kermit Paarhaltung möglich
  • mindestens: Eine Gehegegröße von 7,2qm (Tag und Nacht) -> idealerweise: mehr! / Bzw. 6 in der Paarhaltung
  • artgerechte Ernährung (Blättriges, Äste, Blumen, Heu, wässriges/kohlenhydratarmes Gemüse) – kein Trofu, keine Salzlecksteine, keine Joghurtdrops, kein Getreide, kein Wurzelgemüse (z.B. Karotte), wenig Obst
  • Wasser im Napf

Karin (ganz links) und Kermit (ganz rechts) wurden 2020 geboren und kamen zu uns, weil ihre Halterin mit der Haltung aufhören wollte. Beide stammen aus der (Qual-)Zucht. Beide sind mittelalte sog. Widder. Typisch Widder waren beide nicht wirklich fit: Sie waren übergewichtig, hatten eine sog. Otitis media (Mittelohrentzündung) und eine retrograde Elongation (wobei das inzwischen fast alle Kaninchen haben). Zusätzlich dazu zeigte Karin Verhaltensauffälligkeiten (übersteigerte Aggressivität), was uns immer gleich hellhörig werden lässt. Der Tierarztcheck bestätigte unsere Vermutungen (Ohren, Zähne, Gebärmutter) und so starteten wir eine Rundumerneuerung der beiden. Karin ist ab sofort, Kermit ab Mitte Juli vermittlungsbereit.

Seit der OP ist Karin sehr viel entspannter und genießt ihr Leben. 1x/ Tag benötigen Kermit und sie ein Schmerzmittel, da die retrograde Elongation nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Aber damit kommen sie wunderbar klar und können wenigstens normal fressen. Kermit ist weniger zugänglich aber das gibt sich wieder. Das liegt v.a. daran, dass wir ihn aktuell 3x/Tag nerven müssen und das mag er einfach nicht. Beide sind widdertypisch eher ruhig im Verhalten aber genießen die Wiese trotzdem.

Das ideale Zuhause: Karin und Kermit waren ihr gesamtes Leben zusammen aber müssen nicht zusammen bleiben. Sie verstehen sich super aber Karin profitiert von einer größeren Gruppe, während es bei Kermit stark auf den Artgenossen ankommt. Souverän aber unaufdringlich, Jungtiere oder ruhige Gesellschaft würde gut klappen. Kermit ist eines der Tiere, für das wir uns aber auch eine Paarhaltung vorstellen können. Außenhaltung wäre ein Traum. Viel Beschäftigung brauchen die beiden nicht. Menschen sind nett aber die beiden machen auch ihr eigenes Ding – unabhängig von uns. Karin und Kermit sind einfach eine nette, angenehme, unauffällige Gesellschaft.

Falls Sie auf einen der beiden oder beide gewartet haben, schicken Sie uns bitte eine Mail mit aussagekräftigen Bildern vom Gehege an kleintiere@tierschutzverein-freising.de.

Elton

Hinweis: Alle unsere Tiere werden nur in artgerechte Haltung vermittelt. Das bedeutet bei Elton

  • mindestens: 3 Tiere
  • mindestens: Eine Gehegegröße von 7,2qm (Tag und Nacht) -> idealerweise: mehr!
  • artgerechte Ernährung (Blättriges, Äste, Blumen, Heu, wässriges/kohlenhydratarmes Gemüse) – kein Trofu, keine Salzlecksteine, keine Joghurtdrops, kein Getreide, nur wenig Wurzelgemüse (z.B. Karotte) oder Obst
  • Wasser im Napf

 

Elton (grau, 2ter v. l.) ist noch nicht lange bei uns und dennoch kennen wir ihn schon seit 2 Jahren, denn er war schon mal bei uns und durfte in ein wundervolles Zuhause ziehen. Leider ist seine letzte Partnerin inzwischen verstorben und die Halter haben sich schweren Herzens dazu entschieden, mit der Haltung aufzuhören.

Elton wurde 2022 geboren und kennt nur die Außenhaltung. Er lebte bisher nur mit einer Partnerin, hat sich bei uns aber zu einem echten Haremsführer entwickelt. Er liebt seine Mädels, wird von diesen auch sehr angehimmelt und hat die Kaninchen im Nachbargehege immer gut im Blick, damit da auch niemand auf falsche Gedanken kommt. Obwohl er ein Widder ist, ist Elton sehr wachsam und aktiv und charakterstark. Dennoch schließen wir Jungs als Artgenossen nicht aus, da das einfach Charaktersache ist und Elton ganz offen kommuniziert, ob er das Gegenüber gut findet oder nicht. Menschen gegenüber ist Elton neugierig, interessiert und kontaktfreudig. Natürlich ist Elton kastriert.

Elton ist ein wunderschönes Kaninchen aber ein Widder. Sie werden gezüchtet, weil sie süß und gut verkäuflich sind aber gehören zu den sog. Qualzuchten. Bei einer entsprechenden Haltung (und Elton hat die besten Voraussetzungen) können aber auch diese Tiere ein sehr hohes Alter erreichen.

Was wir uns wünschen: Elton braucht sein Außengehege und mind. 2 weitere Tiere. Er blüht in der Gruppe regelrecht auf! Er freut sich, wenn Menschen ins Gehege kommen und lässt sich dann auch gerne bespaßen, weshalb wir uns ein Zuhause wünschen, dass auch hin und wieder Zeit mit der Gruppe verbringt und das ein oder andere Basilikumblättchen anbietet 🙂 Falls Sie auf Elton gewartet haben, schicken Sie uns bitte eine Mail mit aussagekräftigen Bildern vom Gehege an kleintiere@tierschutzverein-freising.de.

Die Chinchillabande

Unsere 5 Chinchillas stammen aus 2 Gruppen und wurden bei uns vergesellschaftet.

Leider wissen wir so gut wie nichts über die 5. Die Mädels Lina, Linda und Luise stammen aus dem Tierheim Garmisch und wurden ca. 01/2018 geboren. Hilde und Caruso hingegen kamen als Abgabetiere aufgrund einer schweren Allergie zu uns. Ihr Geburtszeitraum liegt vermutlich im Jahr 2016. Davor lebten die beiden im Tierheim Pfaffenhofen und von der Zeit vor dem Tierheim wissen wir nur, dass Caruso aus einer leider noch immer existierenden Pelzfarm gerettet wurde.

Bei uns zeigen sie sich als aufgeschlossene, neugierige und aktive Fluffies, die es sehr genießen, wenn ihre Menschen in den Abendstunden Zeit mit ihnen verbringen. Dann wird man auch mal als Kletterbaum missbraucht. Kuscheln ist natürlich nicht sehr beliebt aber bei so einem besonderen Fell ist das auch verständlich… Nichtsdestotrotz kann man sie für Checks problemlos handeln und einmal drüber streicheln ist auch ok 😉 Und so lange danach sofort ein ausgiebiges Sandbad benutzt werden kann, ist das alles halb so wild.

Im Idealfall können die 5 zusammen bleiben – in eine Paarhaltung vermitteln wir nur sehr ungern, weil die Tiere in ihrer Heimat in Familienverbänden bis zu 100 Tieren leb(t)en – aufgrund ihres Fells wurden sie fast ausgerottet. Auch zeigt sich, dass die Kommunikation, das Verhaltenrepertoire und die Aktivität mit einer Anzahl ab 3 Tieren deutlich zunimmt, weil es einfach ihrer Art entspricht. Eine Paarhaltung wird den Bedürfnissen dieser Tiere nicht gerecht.

Das ideale Zuhause bietet ein eigenes Chinchillazimmer, sodass die Tiere tagsüber ihre Ruhe haben und nachts ihren Bewegungsdrang voll ausleben können. Eine Unterbringung in einem Schrank im Schlafzimmer oder Kinderzimmer ist ein No Go. Die Tiere brauchen Kletter- Spring- Versteck- und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten. So sollten Höhlen, Sandbäder, Steine, Hölzer, Rampen und Laufräder in einer passenden Größe (50cm Durchmesser) zur Verfügung stehen.

Bei uns erhalten die Tiere v.a. karges getrocknetes Futter (Blätter, Blüten, Stängel, Heu, Wurzeln, Äste). Aber sie kennen auch kleine Mengen an Frischfutter (Gras), das sie sehr gerne futtern. Auf Obst, Gemüse und konventionelles Trockenfutter verzichten wir, da dies über kurz oder lang zu massiven gesundheitlichen Problemen führen würde (Zähne, Verdauung, Diabetes).

Falls Sie das perfekte Zuhause für diese eindrucksvollen Tiere mit den riesigen Augen und Ohren sind, schreiben Sie uns gerne eine Mail an kleintiere@tierschutzverein-freising.de. Bitte fügen Sie auch gleich Fotos an, damit wir uns einen ersten Eindruck vom künftigen Zuhause machen können.

Umbra und Alma

Hinweis: Alle unsere Tiere werden nur in artgerechte Haltung vermittelt. Das bedeutet bei diesen beiden

  • 2 Tiere
  • mindestens: Eine Gehegegröße von 6qm (Tag und Nacht) -> idealerweise: mehr! 
  • artgerechte Ernährung (Blättriges, Äste, Blumen, Heu, wässriges/kohlenhydratarmes Gemüse) – kein Trofu, keine Salzlecksteine, keine Joghurtdrops, kein Getreide, kein Wurzelgemüse (z.B. Karotte), wenig Obst
  • Wasser im Napf



 

 

 

 

 

 

Alma und Umbra – die große Liebe. Vielleicht auch, weil beide es bisher nicht sehr schön hatten…

Eine kurze Vorbemerkung: Wer Alma und Umbra zu sich nimmt muss wissen, dass beide eine sog. retrograde Elongation haben. Dieses Zahnproblematik haben inzwischen fast alle Kaninchen. Bei den beiden ist es aber deutlich spürbar. Sie bekommen 1x/ Tag Schmerzmedikamente, was problemlos über das Futter gegeben werden kann. Die positive Folge: Beide reiben ihre Zähne perfekt ab, sodass kein Einschleifen o.ä. bisher nötig war!

Umbra: Umbra ist ein vermutlich 2023 geborenes Rex-Kaninchen, das bisher ein sehr einsames Leben fristen musste. Gekauft wurde er in Frankreich von einem Züchter und lebte dann von Artgenossen isoliert in einem Zuhause, in dem er als Kuscheltier endete. Aber dass er regelmäßig Beachtung fand, bezweifeln wir stark! Zum einen war er zu Beginn unterernährt und zum anderen hasste er jeglichen Kontakt mit Menschen. Umbra schrie vor Panik, wenn wir ihn anfassen mussten. Umbra kam ursprünglich als Fundkaninchen zu uns. 3 Tage nach seiner Ankunft meldeten sich seine Halter, dass sie ihr ach so geliebtes Kaninchen unglaublich vermissen würden. Auf unsere Fragen hin, ob es einen Beweis gebe, dass das Tier ihr Tier sei, bekamen wir schwammige Antworten. Ob unsere Vermutung stimme, dass das Tier einzeln gehalten werde, wurde bejaht. Auf unsere Frage, warum das so sei und ob ihnen bewusst wäre, dass das nicht erlaubt sei in Deutschland, kam nur „wir haben ihn in Frankreich gekauft“. Nach einer längeren Diskussion kamen wir überein, dass Umbra im Tierheim bleiben sollte. Doch das reicht noch nicht. Umbra wurde bisher komplett fehlernährt. Seine Verdauung: Eine reine Katastrophe. Umbra wurde bei uns kastriert, medizinisch versorgt und an artgerechte Nahrung gewöhnt. Dann stellten wir ihm Alma vor…

Alma, geb. 10/24, musste in ihrem jungen Leben schon mindestens 2mal Mama werden (das ist bekannt), weil man nicht kastrieren wollte, weil es egal war, weil es zu teuer war, weil man sich an süßen kleinen Kaninchen bereichern wollte – wir wissen es nicht. Leider ist Alma keine Seltenheit. Das ist Alltag sehr vieler Kaninchen, weil eine offizielle Zucht erst ab 100 Jungtieren pro Jahr pro Person beginnt – alles andere ist Hobby und darf von Hinz und Kunz betrieben werden. Die sehr junge Halterin (noch in Ausbildung), die sich bei uns meldete, hatte Alma und ihren Partner aus einer schlechten Haltung herausgekauft. Alma war bereits trächtig und hatte mehrere Welpen, die leider zu einem Teil verstarben, weil sie krank war. Die Halterin war überfordert und meldete sich zum Glück bei uns, ob wir ihr helfen könnten und so kamen Alma, ihr Partner und ihre 2 verbliebenen Söhne zu uns. Bis dahin lebten alle unkastriert und einzeln, hatten zu wenig Platz und ebenfalls konventionelles Trockenfutter, was ihre Verdauung und ihre Zähne ebenfalls stark schädigte.  Alma ist inzwischen kastriert, hat super abgenommen und ist zu einer wunderhübschen, neugierigen Kaninchendame geworden.

Die beiden haben sich gesucht und gefunden und wir freuen uns immens für sie! Sie leben in Außenhaltung und LIEBEN es. Sie rennen, sie springen, sie buddeln und tun einfach das, was glückliche Kaninchen tun. Und auch wenn Umbra mit Kälte mehr Probleme hat als andere Kaninchen, ist eine Außenhaltung auch im Winter problemlos möglich. Eine kuschelige, trockene und isolierte Schutzhütte, in die sich die beiden bei Bedarf zurückziehen können, fertig!

Das perfekte Zuhause: Für Alma und Umbra suchen wir ein verständnisvolles Zuhause mit viel Platz, da sie einfach ihren Abstand brauchen. Ihre Halter sollten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen mitbringen und sich zwar gerne Zeit für ihre Tiere nehmen aber auch Grenzen akzeptieren können. In einem echten Zuhause werden die beiden sich nochmal positiv entwickeln aber wir können nie vorhersagen, wie es final aussehen wird. Auch müssen die Halter die Zahnthematik im Hinterkopf behalten und bereit sein regelmäßig Schmerzmedikamente zu geben, damit beide Tiere normal leben können.

Falls Sie Interesse an dem sehr liebevollen und sensiblen Paar haben, melden Sie sich gerne bei uns mit Ihrer Bewerbung (inklusive Fotos vom Gehege) per Mail an kleintiere@tierschutzverein-freising.de.