Hinweis: Alle unsere Tiere werden nur in artgerechte Haltung vermittelt. Das bedeutet bei diesen beiden
- 2 Tiere
- mindestens: Eine Gehegegröße von 6qm (Tag und Nacht) -> idealerweise: mehr!
- artgerechte Ernährung (Blättriges, Äste, Blumen, Heu, wässriges/kohlenhydratarmes Gemüse) – kein Trofu, keine Salzlecksteine, keine Joghurtdrops, kein Getreide, kein Wurzelgemüse (z.B. Karotte), wenig Obst
- Wasser im Napf

Alma und Umbra – die große Liebe. Vielleicht auch, weil beide es bisher nicht sehr schön hatten…
Eine kurze Vorbemerkung: Wer Alma und Umbra zu sich nimmt muss wissen, dass beide eine sog. retrograde Elongation haben. Dieses Zahnproblematik haben inzwischen fast alle Kaninchen. Bei den beiden ist es aber deutlich spürbar. Sie bekommen 1x/ Tag Schmerzmedikamente, was problemlos über das Futter gegeben werden kann. Die positive Folge: Beide reiben ihre Zähne perfekt ab, sodass kein Einschleifen o.ä. bisher nötig war!
Umbra: Umbra ist ein vermutlich 2023 geborenes Rex-Kaninchen, das bisher ein sehr einsames Leben fristen musste. Gekauft wurde er in Frankreich von einem Züchter und lebte dann von Artgenossen isoliert in einem Zuhause, in dem er als Kuscheltier endete. Aber dass er regelmäßig Beachtung fand, bezweifeln wir stark! Zum einen war er zu Beginn unterernährt und zum anderen hasste er jeglichen Kontakt mit Menschen. Umbra schrie vor Panik, wenn wir ihn anfassen mussten. Umbra kam ursprünglich als Fundkaninchen zu uns. 3 Tage nach seiner Ankunft meldeten sich seine Halter, dass sie ihr ach so geliebtes Kaninchen unglaublich vermissen würden. Auf unsere Fragen hin, ob es einen Beweis gebe, dass das Tier ihr Tier sei, bekamen wir schwammige Antworten. Ob unsere Vermutung stimme, dass das Tier einzeln gehalten werde, wurde bejaht. Auf unsere Frage, warum das so sei und ob ihnen bewusst wäre, dass das nicht erlaubt sei in Deutschland, kam nur „wir haben ihn in Frankreich gekauft“. Nach einer längeren Diskussion kamen wir überein, dass Umbra im Tierheim bleiben sollte. Doch das reicht noch nicht. Umbra wurde bisher komplett fehlernährt. Seine Verdauung: Eine reine Katastrophe. Umbra wurde bei uns kastriert, medizinisch versorgt und an artgerechte Nahrung gewöhnt. Dann stellten wir ihm Alma vor…
Alma, geb. 10/24, musste in ihrem jungen Leben schon mindestens 2mal Mama werden (das ist bekannt), weil man nicht kastrieren wollte, weil es egal war, weil es zu teuer war, weil man sich an süßen kleinen Kaninchen bereichern wollte – wir wissen es nicht. Leider ist Alma keine Seltenheit. Das ist Alltag sehr vieler Kaninchen, weil eine offizielle Zucht erst ab 100 Jungtieren pro Jahr pro Person beginnt – alles andere ist Hobby und darf von Hinz und Kunz betrieben werden. Die sehr junge Halterin (noch in Ausbildung), die sich bei uns meldete, hatte Alma und ihren Partner aus einer schlechten Haltung herausgekauft. Alma war bereits trächtig und hatte mehrere Welpen, die leider zu einem Teil verstarben, weil sie krank war. Die Halterin war überfordert und meldete sich zum Glück bei uns, ob wir ihr helfen könnten und so kamen Alma, ihr Partner und ihre 2 verbliebenen Söhne zu uns. Bis dahin lebten alle unkastriert und einzeln, hatten zu wenig Platz und ebenfalls konventionelles Trockenfutter, was ihre Verdauung und ihre Zähne ebenfalls stark schädigte. Alma ist inzwischen kastriert, hat super abgenommen und ist zu einer wunderhübschen, neugierigen Kaninchendame geworden.
Die beiden haben sich gesucht und gefunden und wir freuen uns immens für sie! Sie leben in Außenhaltung und LIEBEN es. Sie rennen, sie springen, sie buddeln und tun einfach das, was glückliche Kaninchen tun. Und auch wenn Umbra mit Kälte mehr Probleme hat als andere Kaninchen, ist eine Außenhaltung auch im Winter problemlos möglich. Eine kuschelige, trockene und isolierte Schutzhütte, in die sich die beiden bei Bedarf zurückziehen können, fertig!
Das perfekte Zuhause: Für Alma und Umbra suchen wir ein verständnisvolles Zuhause mit viel Platz, da sie einfach ihren Abstand brauchen. Ihre Halter sollten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen mitbringen und sich zwar gerne Zeit für ihre Tiere nehmen aber auch Grenzen akzeptieren können. In einem echten Zuhause werden die beiden sich nochmal positiv entwickeln aber wir können nie vorhersagen, wie es final aussehen wird. Auch müssen die Halter die Zahnthematik im Hinterkopf behalten und bereit sein regelmäßig Schmerzmedikamente zu geben, damit beide Tiere normal leben können.
Falls Sie Interesse an dem sehr liebevollen und sensiblen Paar haben, melden Sie sich gerne bei uns mit Ihrer Bewerbung (inklusive Fotos vom Gehege) per Mail an kleintiere@tierschutzverein-freising.de.