Die Chinchillabande

Unsere 5 Chinchillas stammen aus 2 Gruppen und wurden bei uns vergesellschaftet.

Leider wissen wir so gut wie nichts über die 5. Die Mädels Lina, Linda und Luise stammen aus dem Tierheim Garmisch und wurden ca. 01/2018 geboren. Hilde und Caruso hingegen kamen als Abgabetiere aufgrund einer schweren Allergie zu uns. Ihr Geburtszeitraum liegt vermutlich im Jahr 2016. Davor lebten die beiden im Tierheim Pfaffenhofen und von der Zeit vor dem Tierheim wissen wir nur, dass Caruso aus einer leider noch immer existierenden Pelzfarm gerettet wurde.

Bei uns zeigen sie sich als aufgeschlossene, neugierige und aktive Fluffies, die es sehr genießen, wenn ihre Menschen in den Abendstunden Zeit mit ihnen verbringen. Dann wird man auch mal als Kletterbaum missbraucht. Kuscheln ist natürlich nicht sehr beliebt aber bei so einem besonderen Fell ist das auch verständlich… Nichtsdestotrotz kann man sie für Checks problemlos handeln und einmal drüber streicheln ist auch ok 😉 Und so lange danach sofort ein ausgiebiges Sandbad benutzt werden kann, ist das alles halb so wild.

Im Idealfall können die 5 zusammen bleiben – in eine Paarhaltung vermitteln wir nur sehr ungern, weil die Tiere in ihrer Heimat in Familienverbänden bis zu 100 Tieren leb(t)en – aufgrund ihres Fells wurden sie fast ausgerottet. Auch zeigt sich, dass die Kommunikation, das Verhaltenrepertoire und die Aktivität mit einer Anzahl ab 3 Tieren deutlich zunimmt, weil es einfach ihrer Art entspricht. Eine Paarhaltung wird den Bedürfnissen dieser Tiere nicht gerecht.

Das ideale Zuhause bietet ein eigenes Chinchillazimmer, sodass die Tiere tagsüber ihre Ruhe haben und nachts ihren Bewegungsdrang voll ausleben können. Eine Unterbringung in einem Schrank im Schlafzimmer oder Kinderzimmer ist ein No Go. Die Tiere brauchen Kletter- Spring- Versteck- und anderen Beschäftigungsmöglichkeiten. So sollten Höhlen, Sandbäder, Steine, Hölzer, Rampen und Laufräder in einer passenden Größe (50cm Durchmesser) zur Verfügung stehen.

Bei uns erhalten die Tiere v.a. karges getrocknetes Futter (Blätter, Blüten, Stängel, Heu, Wurzeln, Äste). Aber sie kennen auch kleine Mengen an Frischfutter (Gras), das sie sehr gerne futtern. Auf Obst, Gemüse und konventionelles Trockenfutter verzichten wir, da dies über kurz oder lang zu massiven gesundheitlichen Problemen führen würde (Zähne, Verdauung, Diabetes).

Falls Sie das perfekte Zuhause für diese eindrucksvollen Tiere mit den riesigen Augen und Ohren sind, schreiben Sie uns gerne eine Mail an kleintiere@tierschutzverein-freising.de. Bitte fügen Sie auch gleich Fotos an, damit wir uns einen ersten Eindruck vom künftigen Zuhause machen können.

Kasimir und Kasandra

Rasse/Farbe:           EKH/ Scottish Fold

Geschlecht:              weiblich und männlich             

Geboren:                  beide 2018

Kastriert:                 beide ja

Besonderheiten:       Wohnungshaltung           

 

 

      

Beschreibung:

Kasandra und Kasimir kamen zusammen zu uns ins Tierheim. Sie werden auch bevorzugt zu zweit vermittelt.

Kasandra ist sehr verschmust und zugänglich, Kasimir braucht noch ein wenig, um mit der neuen Situation umzugehen und ist derzeit noch etwas ungehalten. Grundsätzlich ist aber auch er sehr verschmust.

Die Katzen-Dame ist derzeit noch sehr übergewichtig und muss dringend ein paar Kilos verlieren, damit sie noch ein langes und gesundes Leben genießen kann.

Kasimir, als Scottisch Fold, zählt zu den Qualzuchten und es können verschiedenste, rassespezifische, Krankheiten auftreten. Dazu zählt, z.B. Osteochondrodysplasie (was die Knorpel im ganzen Körper betreffen kann -> daher auch die Faltohren), Augen und Ohrenprobleme.

Für die beiden wünschen wir uns ein Zuhause in Wohnungshaltung, in einer ruhigen Familie, ohne kleine Kinder und andere Haustiere, wo sie endlich ankommen dürfen.

 

 

 

Für weitere Informationen schicken Sie uns gerne eine Mail unter: tierheim@tierschutzverein-freising.de

Bei Interesse für dieses Tier schicken Sie uns eine Mail mit ausgefüllter Selbstauskunft. Die zuständige Kollegin wird mit Ihnen dann einen Besuchstermin vereinbaren.

Umbra und Alma

Hinweis: Alle unsere Tiere werden nur in artgerechte Haltung vermittelt. Das bedeutet bei Kaninchen
– mindestens: 2 weitere Artgenossen
– mindestens: Eine Gehegegröße von 6qm (Tag und Nacht)

Alma und Umbra – die große Liebe. Vielleicht auch, weil beide es bisher nicht sehr schön hatten…

Umbra: Umbra ist ein vermutlich 2023 geborenes Rex-Kaninchen (siehe Tattoo im Ohr), das bisher ein sehr einsames Leben fristen musste. Gekauft wurde er in Frankreich von einem Züchter und lebte dann von Artgenossen isoliert in einem Zuhause, in dem er als Kuscheltier endete. Aber dass er regelmäßig Beachtung fand, bezweifeln wir stark! Zum einen war er zu Beginn unterernährt und zum anderen hasste er jeglichen Kontakt mit Menschen. Umbra schrie vor Panik, wenn wir ihn anfassen mussten. Umbra kam ursprünglich als Fundkaninchen zu uns. 3 Tage nach seiner Ankunft meldeten sich seine Halter, dass sie ihr ach so geliebtes Kaninchen unglaublich vermissen würden. Auf unsere Fragen hin, ob es einen Beweis gebe, dass das Tier ihr Tier sei, bekamen wir schwammige Antworten. Ob unsere Vermutung stimme, dass das Tier einzeln gehalten werde, wurde bejaht. Auf unsere Frage, warum das so sei und ob ihnen bewusst wäre, dass das nicht erlaubt sei in Deutschland, kam nur „wir haben ihn in Frankreich gekauft“. Nach einer längeren Diskussion kamen wir überein, dass Umbra im Tierheim bleiben sollte. Doch das reicht noch nicht. Umbra wurde bisher komplett fehlernährt. Nicht nur seine Verdauung war eine Katastrophe – auch leidet er an Zahnschmerzen. Und das bei einem Rex-Kaninchen, das sowieso unter die Qualzuchten fällt und häufig mit Problemen im Kieferbereich zu kämpfen hat. Umbra wurde bei uns kastriert und medizinisch versorgt. Seine Ernährung wurde umgestellt und auch die Verdauung wurde dadurch stabilisiert. Dann stellten wir ihm Alma vor…

Alma, geboren ca. 10/24: Alma musste in ihrem jungen Leben schon mindestens 2mal Mama werden (das ist bekannt), weil man nicht kastrieren wollte, weil es egal war, weil es zu teuer war, weil man sich an süßen kleinen Kaninchen bereichern wollte – wir wissen es nicht. Leider ist Alma keine Seltenheit. das ist Alltag sehr vieler Kaninchen, weil eine offizielle Zucht erst ab 100 Jungtieren pro Jahr pro Person beginnt – alles andere ist Hobby und darf von Hinz und Kunz betrieben werden. Die sehr junge Halterin (noch in Ausbildung), die sich bei uns meldete, hatte Alma und ihren Partner aus einer schlechten Haltung herausgekauft. Danach warf Alma 2mal und hatte mehrere Welpen, die leider zu einem Teil verstarben, weil Alma krank war. Die Halterin war überfordert und meldete sich zum Glück bei uns, ob wir ihr helfen könnten und so kamen Alma, ihr Partner und ihre 2 Söhne zu uns. Bis dahin lebten alle unkastriert und einzeln, hatten zu wenig Platz und ebenfalls konventionelles Trockenfutter, was ihre Verdauung und ihre Zähne stark schädigte. Bei ihrem Partner waren die Probleme und auch die angezüchteten Niedlichkeitsfaktoren so gravierend, dass er sehr schnell eingeschläfert werden musste. Ihre Söhne bekommen dauerhaft Schmerzmedikamente und stehen unter strenger Beobachtung der Pflegestelle. Wir haben die Jungs kastriert und alle Tiere medizinisch versorgt. Alma hat inzwischen super abgenommen und ist zu einer wunderhübschen, neugierigen Kaninchendame geworden, die aber ebenfalls schon Zahnauffälligkeiten hat. 

Die beiden haben sich gesucht und gefunden und wir freuen uns immens für sie! Aktuell leben sie noch in Innenhaltung aber sollen ab dem Frühjahr nach draußen gewöhnt werden.
Was wir uns wünschen: Für Alma und Umbra suchen wir ein verständnisvolles Zuhause mit viel Platz und gerne noch weiteren Artgenossen. Ihre Halter sollten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen mitbringen und sich gerne Zeit für ihre Tiere nehmen. Gleichzeitig aber müssen auch Grenzen akzeptiert werden. Alma und Umbra haben definitiv noch sehr viel Potenzial aber wir können nie sagen, wie es sich tatsächlich entwickelt. Auch müssen die Halter eine gewisse Verantwortungsbereitschaft mitbringen. Umbra als Qualzucht (Rex) und beide mit Zahndefiziten – man muss es einfach wissen und im Hinterkopf behalten.

Falls Sie Interesse an dem sehr liebevollen und sensiblen Paar haben, melden Sie sich gerne bei uns mit Ihrer Bewerbung (inklusive Fotos vom Gehege) per Mail an kleintiere@tierschutzverein-freising.de.